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W.Griem
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Der Bergbau

Sicherheit in den Minen
Geschichte
1830-1920

deutsch / español

Arbeitssicherheit im Bergbau (1830 bis 1920):

Die Gruben in dieser Zeit waren nach heutigen Maßstäben sehr unsicher, vor allem wegen fehlender Mittel aber auch fehlendem Sachverstand. In der damaligen Literatur wird dieses Thema häufig aufgegriffen. In dem in französisch verfassten Buch  " La Vie Souterraine Du Les Mines et les Mineures" (Paris 1867) wird recht beeindruckend und sehr drastisch das Nichteinhalten der Sicherheitsbestimmungen von Seiten der Bergleute vorgeführt.
Es muss aber davon ausgegangen werden, dass der Bergmann sehr wohl darauf bedacht war sicher und möglichst ohne Unfall in dem Schacht arbeiten zu können. Er wusste: Rettung war in den damaligen tiefen Labyrinthen fast unmöglich, es gab kaum Krankenhäuser, diese waren weit weg und sicherlich auch teuer. Die Behandlungsmethoden und Medikamente der damaligen Zeit waren, wie man sich denken kann, nicht immer eine Hilfe. Es sollte jedem Bergmann klar gewesen sein, dass nur die Unfallverhütung schützt.
Natürlich wurden viele Unfälle durch die fehlende Technologie oder die schlechten Ausbau- und Arbeitsmaterialien (Leitern, Sprengmittel usw.) aber auch durch fehlendes geologisches Wissen oder extrem lange Arbeitszeiten provoziert. 

Es wird häufig in der Literatur erwähnt (z.B. Treutler), dass in Copiapó eine größere Anzahl von blinden Männern lebte, was auf häufig vorkommende Sprengunfälle gedeutet wird. Außerdem zeigte die Öffentlichkeit großen Respekt gegenüber diesen Personen und es erfolgte eine bereitwillige Unterstützung von Seiten der Bevölkerung. (siehe unten *1) 
 

Foto:
Unfall: De: "La Vie Souterraine Du Les Mines et les Mineures" (Paris 1867)
-
Foto in groß

Eine der zentralen Forderungen von Seiten der Bergarbeiter in dieser Zeit war somit die Sicherung der Mine. Die Unfälle schädigten den Bergarbeiter und seine professionelle Zukunft. So wurde schnell die Minensicherheit ein zentrales Thema in der aufblühenden gewerkschaftlichen Organisation. Einen großen Einfluss auf die generelle Sicherheitspolitik hatten natürlich die großen Bergwerksunglücke. So kamen zum Beispiel in dem Kohlenbergwerk von Radbod im Jahre 1908 etwa 348 Bergleute ums Leben. Dieses Unglück führte schließlich zu einer Neuorientierung in der Arbeitssicherheit und es wurde ein Kontrollorgan eingeführt.

Auch in de Bergwerken in Chile kam es in dieser Zeit immer wieder zu Unfällen. So beschreibt Paul Treutler einen Sprengunfall um 1853 in der Mine Cobriza in Tres Puntas. (siehe dort>>)

Unfall in einem Bergwerk
Unfall: Aus: "La Vie Souterraine Du Les Mines et les Mineures" (Paris 1867) - Foto in groß

 

 

Unglück bei Sprengarbeiten in einem Bergwerk


 

Bergbaugeschichte von Atacama, Chile
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*1)
Treutler (1882): "Auffällig war mir die große Anzahl von  Blinden,  die  man hier traf. Sie brauchten  nicht  zu betteln, sondern saßen ruhig  vor ihren..."  Muy llamativo era la gran cantidad de personas ciegas que se puede encontrar aquí, no tenían que mendigar, solo estaban sentado tranquillo al frente de..
TREUTLER, PAUL (1882): Fünfzehn Jahre in Südamerika an de Ufern des Stillen Ozeans. - 3 Bd., Seite 50; Weltpostverlag, Leipzig.

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 Bergbaugeschichte in der Atacama Region - Chile
© Dr. Wolfgang Griem, Dozent an der Universidad de Atacama (Copiapó, Chile): Kontakt & Mail
(*Publiziert am 5.4.2006)
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