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Foto von Potrerillos um
1989
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Potrerillos
Potrerillos ist ein Bergbauzentrum des frühen zwanzigsten
Jahrhunderts. Eine der ersten Grossbergwerke in einer porphyrischen
Kupferlagertätte.
Potrerillos liegt
in der Vorkordillere, in etwa 2800 m Höhe. Besser gesagt "lag" denn
die Stadt existiert nicht mehr. Im Jahr 2000 wurden alle Einwohner nach
Copiapó oder Diego de Almagro umgesiedelt. Potrerillos war
eine Stadt, die sehr mit dem Bergbau verbunden war. Zwischen 1918 und
1922 wurde die Kupfermine eingerichtet. 1928 wurde die Eisenbahnlinie
von Chañaral und Copiapó nach Potrerillos gebaut. Die Kupferschmelze
und die Mine sicherten vielen Familien über Jahre hinweg ein festes
Einkommen.
Die alte Mine jedoch war bald erschöpft,
die Neue lag bei
El Salvador, dass um 1959 eingeweiht
wurde. Die Vormachtstellung von Potrerillos begann schnell zu schwinden.
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Inhalt:
Touristischer Rundgang
►═════◄
Geschichte der Region
Die Eisenbahn
►═════◄
Inca
de Oro
El Salvador
Diego de
Almagro
Quebrada Chañaral Alto
►═════◄
Topografische
Karten

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Potrerillos
im Jahre 1989; Foto W. Griem (1989; dig2005)
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Geschichte: Mit Potrerillos
kam auch der moderne "Grossbergbau" in die Atacama Region. Neue Abbaumethoden
lösten die alten, kleinen und teilweise recht unsicheren Betriebe ab.
Nun wurde im großen Stil recht arme Erze zumeist im Tagebau gefördert.
Auch kann eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine größere
Verantwortung von Seiten der Betriebe bescheinigt werden. Insbesondere
die Sicherheit und Lebensbedingungen wurden nachhaltig von den Firmen
auf eine besseres Niveau gebracht. Man hatte erkannt, dass diese neuen,
mit hohem technischen Standard aufgebauten Bergwerke auch eine Verbesserung
der Lebensumstände der Arbeiter erforderte. Im Jahre 1932 zählte
man in Potrerillos etwa 6.096 Einwohner. In den Firmen ("Andes Copper"
und Eisenbahn) arbeiteten 6.193 Personen (1932). Die Nordamerikanischen
Arbeitgeber versuchten eine moderne Stadt mit allen Annehmlichkeiten
zu gründen. Insbesondere das Krankenhaus galt als eines der Besten Regionalkrankenhäuser
Chiles. Aber auch die Wohnhäuser, Sporteinrichtungen und Schulen waren
auf einen hohen Lebensstandart ausgerichtet. Die Erzgehalte waren
gering, die Vorräte gewaltig - der Einsatz von Maschinen und eine großräumige
Planung wandelte diesen Nachteil schließlich zu einem Vorteil um. Es
wurden Erze von nur 1% Kupfergehalt abgebaut, noch 40 Jahre früher (1890)
mussten die Bergwerke etwa 10% Kupfer vorweisen.
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