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W.Griem (1999, 2002)
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Potrerillos
Einführung

Städte und Bergbau

deutsch / español

Potrerillos en Atacama; Chile
Foto von Potrerillos um 1989

Potrerillos

Potrerillos ist ein Bergbauzentrum des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Eine der ersten Grossbergwerke in einer porphyrischen Kupferlagertätte.


Potrerillos liegt in der Vorkordillere, in etwa 2800 m Höhe. Besser gesagt "lag" denn die Stadt existiert nicht mehr. Im Jahr 2000 wurden alle Einwohner nach Copiapó oder Diego de Almagro umgesiedelt.
 Potrerillos war eine Stadt, die sehr mit dem Bergbau verbunden war. Zwischen 1918 und 1922 wurde die Kupfermine eingerichtet. 1928 wurde die Eisenbahnlinie von Chañaral und Copiapó nach Potrerillos gebaut. Die Kupferschmelze und die Mine sicherten vielen Familien über Jahre hinweg ein festes Einkommen. Die alte Mine jedoch war bald erschöpft, die Neue lag bei El Salvador, dass  um 1959 eingeweiht wurde. Die Vormachtstellung von Potrerillos begann schnell zu schwinden.

Atacama, Chile

Inhalt:
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Geschichte der Region
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Atacama, Chile

Potrerillos en Atacama - Chile (1989)
Potrerillos im Jahre 1989; Foto W. Griem (1989; dig2005)

Geschichte:
Mit Potrerillos kam auch der moderne "Grossbergbau" in die Atacama Region. Neue Abbaumethoden lösten die alten, kleinen und teilweise recht unsicheren Betriebe ab. Nun wurde im großen Stil recht arme Erze zumeist im Tagebau gefördert. Auch kann eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine größere Verantwortung von Seiten der Betriebe bescheinigt werden. Insbesondere die Sicherheit und Lebensbedingungen wurden nachhaltig von den Firmen auf eine besseres Niveau gebracht. Man hatte erkannt, dass diese neuen, mit hohem technischen Standard aufgebauten Bergwerke auch eine Verbesserung der Lebensumstände der Arbeiter erforderte.
Im Jahre 1932 zählte man in Potrerillos etwa 6.096 Einwohner. In den Firmen ("Andes Copper" und Eisenbahn) arbeiteten 6.193 Personen (1932). Die Nordamerikanischen Arbeitgeber versuchten eine moderne Stadt mit allen Annehmlichkeiten zu gründen. Insbesondere das Krankenhaus galt als eines der Besten Regionalkrankenhäuser Chiles. Aber auch die Wohnhäuser, Sporteinrichtungen und Schulen waren auf einen hohen Lebensstandart ausgerichtet.
Die Erzgehalte waren gering, die Vorräte gewaltig - der Einsatz von Maschinen und eine großräumige Planung wandelte diesen Nachteil schließlich zu einem Vorteil um. Es wurden Erze von nur 1% Kupfergehalt abgebaut, noch 40 Jahre früher (1890) mussten die Bergwerke etwa 10% Kupfer vorweisen.   

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