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Geschichte der
Region Atacama Forscher und Reisende Rodulfo Philippi über den Inka - Weg (1856) |
Museo Virtual W.Griem (2006) deutsch / español |
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Originaltext von Philippi
(1856): Zum Schluss muss ich noch ein paar Worte über. den Inca-Weg sagen. Nachdem die Peruaner die nördliche Hälfte von Chile erobert hatten, liessen sie, wie die Tradition sagt, einen Weg von Atacama (heute San Pedro de Atacama) bis Copiapó anlegen. Und in der That erkennt man diesen Weg noch an sehr vielen Stellen zwischen diesen beiden Punkten. Er bildet vollkommen gerade Linien und berührt desshalb nur wenige Wasserplätze; diess ist der Grund, weshalb der neue Weg nur in einzelnen Strecken mit dem Inca-Weg zusammenfällt. Um diesen Weg zu machen, der nur für Fuss-gänger bestimmt war, ist weiter nichts geschehen, als dass . die Steine in der Breite von 4 bis 5 Fuss (1,20 - 1,50m) weggeräumt und auf beide Seiten geworfen sind. Diess ist alles, und es ist mir unmöglich gewesen, etwas anderes zu sehen. Selbst wo der Weg steile Schluchten durchschneidet und im Zickzack herauf oder herabgeht, ist keine künstliche Arbeit zu bemerken. Ausserdem findet man am Weg eine Menge Überreste von meist kreisförmigen Pircas, Mauern von trockenen Steinen, 2 1/2 bis 3 Fuss (75 - 90 cm) aufgeführt, die einigen Schutz gegen den schneidenden Wind gewähren, und noch heutigen Tages die einzigen Vorkehrungen sind, welche Guanaco-Jäger und Reisende getroffen haben, um zu übernachten. Bietet dieser Inca-Weg auch nichts so Wunderbares dar, wie wohl bisweilen behauptet wird, so wird man nichts desto weniger bekennen müssen, dass er ein merkwürdiger Beweis von der Einsicht, dem Wohlwollen und der Energie der alten Peruanischen Incas ist.
Der Text wurde digitalisiert, in ASCII umgewandelt, bearbeitet und teilweise der aktuellen Rechtschreibung angepasst von Dr. Wolfgang Griem. |
Offensichtlich hat in dieser Zeit der sagenumwobene Inka - Weg einiges Aufsehen erregt. Philippi hatte einige Möglichkeiten diese Weg zu beobachten, und das noch zu einer Zeit, wo die Zerstörung dieses Weges noch nicht so Fortgeschritten war. Aber es sollte auch daran erinnert werden, dass dieser Weg bei Philippi schon 300 bis 400 Jahre nicht mehr genutzt wurde. Am Philippi-Text kann leicht bemerkt werden, dass er eine wesentlich größere bautechnische Leistung erwartet hatte. Heute sind leider weite Teile des Inka Weges nur noch schwer auszumachen. Neue Wege, Bergbautätigkeiten setzen dem alten Handels- und Kommunikationsweg stark zu. Die Bewertung von Philippi in diesem Text sollte heute ein bisschen positiver ausfallen: Der soziale, kulturelle und technische Impakt ist schon recht bemerkenswert.
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Philippi (1856): Die sogenannte Wüste Atacama.
- Mittheilungen aus Justus Perteś geographischer Anstalt; Petermann; Justus
Pertes; Gotha. p. 64 >> Personenregister: Philippi |
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R. A. Philippi

© Dr. Wolfgang Griem, Kontakt & Mail
(*Publiziert am 8.04.2006)
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