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Geschichte der Atacama Region Forscher und Reisende: Ignacio Domeyko |
Museo
Virtual W.Griem (2004) |
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DOMEYKO: Exkursionen und Arbeiten zwischen 1840 - 1873) COPIAPÓ (1840)
Die
Stadt Copiapó erlangte ihre Vormachtstellung und ihren Reichtum durch den
Bergbau in der Region. Es ist der einzige Industriezweig und die einzige
hier bekannte Quelle des Reichtums, da im allgemeinen der Boden durchgehend
trocken ist, und nur im Tal einige kleine Bereiche den Ackerbau erlauben.
Darum ist die Einfuhr von Nahrungsmitteln für die Bevölkerung und die
Bergarbeiter aus den südlichen Provinzen Chiles, aus Concepción und Chiloe -
ja sogar von der anderen Seite der Kordillere aus den Provinzen San Juan, La
Rioja und Tucumán, mit denen zur Zeit starker Handel getrieben wird,
notwendig. Effektivamente, während der spanischen Vorherrschaft wurde Gold in allen Bereichen gesucht, die Einfachheit der Extraktion des Metalls und die sehr kostengünstige Möglichkeit mit Sklaven in den Bergwerken zu arbeiten, und sie nicht einmal mit den nötigsten Lebensmitteln zu versorgen, trug zu einer Stärkung des Goldbergbaues bei, trotz des geringen Erzgehaltes der Lagerstätten, die Härte der Gesteine und der Armut des Landes blühte der Bergbau. Noch kannte man nicht die Verarbeitung von sulphidischen Kupfererzen
In der
zweiten Epoche hat dann der Kupferabbau der anderen Regionen starke
Aufmerksamkeit erregt, und man begann mit den Arbeiten zu beginn
dieses Jahrhunderts. Im Zusammenhang mit den Kupferminen wurden einige
Silberlagerstätten entdeckt, wie Cerro Blanco, in San Félix etc., mit
Zunahme der Aktivitäten im Silberbergbau verringerte sich der Anteil des
Goldbergbaues, bis schließlich die Entdeckung von Silber in Ladrillos, San
Antonio und vor allem Chañarcillo den Goldabbau gänzlich zusammenbrechen
ließ und den Kupferabbau paralysierte. Der größte Teil des Kupfererzes wird in brutto verkauft und nach England verschifft, denn zur Zeit arbeiten nur zwei schlechte Öfen (Schmelzen) um die Kupfererze verhütten zu können. (...)
Der wichtigste
Handelsplatz für Erze und Metalle ist Copiapó. Die Stadt befindet sich 75 km
[18 Leguas]
vom Hafen entfernt, aber es gibt eine gute Strasse, welche vom Hafen bis
Copiapó und 38 km [9
Leguas]
weiter nach oben führt. Diese Strasse vereinfacht erheblich den Transport
und die Kommunikation mit dem Hafen. |
Igancio Domeyko stammte aus Litauen und kam um
1838 nach Chile. Zuerst lehrte er in La Serena, danach in Santiago. Domeyko
beschrieb die Mineralogie, Geologie einiger Regionen in Chile in einer sehr
wissenschaftlichen Form.
Sehr interessant sind seine Ausführungen über Bergbaugeschichte der Atacama Region, er differenziert 3 Hauptphasen des Bergbaus, welche die Entwicklung Copiapo ´s nachhaltig beeinflussten : 1) Goldbergbau während der spanischen Vorherrschaft. 2) Kupferbergbau und untergeordnet Silberbergbau um 1800 3) Silber / Chañarcillo: Zeit nach 1832, in der nur noch der Silberbergbau eine wesentliche Rolle spielte.
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