GeoVirtual Geschichte der Region Atacama (Chile)

Charles Darwin in Atacama: Ritt nach Vallenar
Museo Virtual
W.Griem (2003)

deutsch / español

The Voyage of the Beagle
Charles Darwin
Chapter 16 (1835)

June 8th. -- We rode on to Ballenar, which takes its name from Ballenagh in Ireland, the birthplace of the family of O'Higgins, who, under the Spanish government, were presidents and generals in Chile. As the rocky mountains on each hand were concealed by clouds, the terrace-like plains gave to the valley an appearance like that of Santa Cruz in Patagonia. After spending one day at Ballenar I set out, on the 10th, for the upper part of the valley of Copiapo. We rode all day over an uninteresting country. I am tired of repeating the epithets barren and sterile. These words, however, as commonly used, are comparative; I have always applied them to the plains of Patagonia, which can boast of spiny bushes and some tufts of grass; and this is absolute fertility, as compared with northern Chile. Here again, there are not many spaces of two hundred yards square, where some little bush, cactus or lichen, may not be discovered by careful examination; and in the soil seeds lie dormant ready to spring up during the first rainy winter. In Peru real deserts occur over wide tracts of country. In the evening we arrived at a valley, in which the bed of the streamlet was damp: following it up, we came to tolerably good water. During the night, the stream, from not being evaporated and absorbed so quickly, flows a league lower down than during the day. Sticks were plentiful for firewood, so that it was a good place to bivouac for us; but for the poor animals there was not a mouthful to eat.

 
Die Reise der Beagle
Charles Darwin
Kapitel 16

8. Juni 1935 - wir ritten weiter nach Ballenar (Vallenar >), welches nach Ballenagh in Irland benannt wurde, die Geburtsstadt von der Familie O´Higgins [Ambosio O´Higgins] die unter der spanischen Verwaltung Präsidenten und Generäle stellte. Die steinigen Berge auf beiden Seiten wurden durch Wolken verdeckt, die terrassenartigen Verebnungen erinnern stark an Santa Cruz in Patagonien. Nach einem Tag Aufenthalt in Vallenar ritten wir am 10. Juni aus um an den oberen Bereich des Copiapó-Tales zu gelangen. Wir ritten den ganzen Tag in einer uninteressanten Gegend. Ich bin es leid ewig die Phrasen "unfruchtbar" und "steril" zu wiederholen, welche normalerweise als Vergleich benutzt werden. Ich habe sie immer auf die patagonischen Weiten bezogen,  welche mit den dürren Büschen und büscheligem Gras prahlen können, im Vergleich zu Nordchile ist das absolut fruchtbar.
Hier sind wenige Pflanzen auf 100 Quadratyards zu finden, kleine Büsche, Kakteen oder Flechten können nicht gefunden werden und in dem Boden liegen schlafend Samen, fertig zum Keimen während des nächsten regnerischen Winters. In Peru erstreckt sich die wahre Wüste über weite Strecken des Landes. Am Abend haben wir das Tal erreicht, das Bachbett war feucht, ein bischen flussaufwärts erreichten wir akzeptables gutes Wasser. Während der Nacht kann das Wasser nicht so leicht verdunsten und absorbiert werden deshalb kann es eine Meile weiter nach unten fliessen. Es gab genug Feuerholz, so war dies ein sehr geeigneter Biwak Platz für uns. Aber für die armen Tiere gab es keinen Mundvoll Nahrung.


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